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Gut zu wissen

Handy am Steuer wird teuer


Mit Handy am Steuer wirds teuer

Das Telefonieren im Auto ohne Freisprecheinrichtung ist nicht nur verboten, sondern höchst gefährlich und kann sehr teuer werden. Nebst der Busse, welche die Polizei kassiert, wenn sie Autofahrer mit Handy am Ohr erwischt, kann die Versicherung bei einem Unfall einen Teil des Schadens auf den Telefonierer abwälzen.

Laut Experten geschieht jeder fünfte Unfall, weil Autofahrer abgelenkt sind. Sie suchen irgendwas im Handschuhfach, drücken am Radio herum oder hantieren an ihrem Handy. Das Handyverbot am Steuer kümmert die Autofahrer selten. Zwei von fünf telefonieren gelegentlich während der Fahrt: Vor allem Männer. Dies ist das Ergebnis einer vom Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) lancierten Studie, in der 579 Personen befragt wurden. Während 73% der Frauen nie telefonieren, wenn sie am Steuer sitzen, sind bei den Männern nur 48% so konsequent. Eine internationale Studie hat zudem ergeben, dass Telefonieren im Auto mehr ablenkt als 0,8 Promille Alkohol im Blut. Die Studie zeigt, dass telefonierende Autofahrer eine Verkehrssituation schlechter einschätzen als angetrunkene Fahrer. Ausserdem reagieren jene mit dem Handy am Ohr langsamer.

Wer mit dem Handy ohne Freisprecheinrichtung einen Unfall verursacht, den kann es schlimm erwischen. Die Versicherung kann einen Teil des Schadens auf ihn abwälzen. Die Versicherungen können sogar dann noch Regress auf den Telefonierer nehmen, wenn dieser unschuldig in einen Unfall verwickelt wird, also korrekt fuhr. Grund: Wäre er durch die Telefoniererei nicht abgelenkt gewesen, hätte er schneller reagieren und einen Zusammenstoss unter Umständen vermeiden können.